Schwesternbande

Gepostet von: am 9 Mai 2014 | Keine Kommentare

Sie lieben sich, aber mögen sich nicht besonders – die Schwestern Cordelia, Rosalind und Bianca. Ihr Vater ist Professor und sein Lebensthema William Shakespeare. Demnach wuchsen seine höchst unterschiedlichen Töchter ganz im Geiste des Dramatikers auf. Als ihre Mutter an Krebs erkrankt, finden sich die erwachsenen Geschwister im Elternhaus ein und führen ihre eingefahren Fehden fort. Die drei verbindet nicht viel, ausser die Leidenschaft fürs Lesen. Rose, Cordy und Bean verstehen es, ihre Probleme und Krisen voreinander zu verbergen, aber nach und nach wird die Wahrheit ans Licht gezerrt. Dadurch wird die Familienharmonie allerdings empfindlich gestört. Dieser Roman zeigt Fluch und Segen einer lebenslange Schwesternbande, er ist  witzig, lebensklug und unterhält auf beste Weise.

Eleanor Brown: Die Shakespeare-Schwestern. Roman. 374 Seiten. Insel TB. 9,99 Euro.

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Nicht ohne Burka

Gepostet von: am 3 März 2014 | Keine Kommentare

Die schüchterne Azime, 20, aus kurdischer Familie wächst in London auf. Ost und West, Islam und Säkularismus, Burka und bauchfrei – in Azimes beiden Welten gibt es klare Regeln, wie sie zu sein hat und was sie darf. Zwischen den Welten knirscht es gewaltig. Ihre kurdische Schulfreundin verliebt sich und kommt auf mysteriöse Weise ums Leben. Azime beginnt nachzuforschen. Als jedoch kurz darauf Terroranschläge in der U-Bahn Hunderte Opfer fordern, weiß sie, dass sie ihre Stimme erheben muss. Auf ihre Art. Heimlich besucht sie einen Comedy-Kurs, schlüpft in eine Burka und tritt auf: als weltweit erste muslimische Komikerin. Der Auftritt ist wie Sprengstoff. Ihre Familie verstößt sie, die englische Presse feiert sie als Sensation, im Internet hagelt es Morddrohungen. Es wird ernst. Und doch immer komischer. Eine wunderbare Gesellschaftssatire und ein großes Lesevergnügen!

Anthony McCarten: funny girl. Roman. 384 Seiten. Diogenes 2014. 21,90 Euro

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Der ganz normale Wahnsinn

Gepostet von: am 25 Februar 2014 | Keine Kommentare

Bluebells Familie wird täglich verrückter: Die ständig über Wochen abwesenden Eltern; die große Schwester Flora mit dem Hang zum Drama und den ständig wechselnden Haarfarben; Jasmin und Twig mit ihren geliebten Ratten, die sich plötzlich drastisch vermehren (obwohl doch angeblich alle Weibchen waren); der Au-Pair-Student Zoran, der den ganzen Laden mit Würstchen und gesundem Menschenverstand zusammenhält. Dann zieht im Nachbarhaus auch noch Joss ein, und er ist doch netter, als Bluebell zuerst dachte…

Natasha Farrant: Die Geschwister Gadsby. Aus dem Englischen von Annette Weppen. 256 Seiten. Carlsen Verlag 2014. 15,90 Euro. Ab 11.

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