Der talentierte Mr. Gwyn

Gepostet von: am 24 März 2017 | Keine Kommentare

Jasper Gwyn, ein 43-jähriger Autor aus London, verfasst einen Artikel für den Guardian, in dem er 52 Dinge aufzählt, die er nicht mehr tun will. An der 52. Stelle steht: Bücher schreiben. Gwyn will künftig als Kopist arbeiten – nicht mit Pinsel und Farbe, sondern er möchte Porträts von Menschen schreiben. Dafür richtet er ein Atelier ein, in dem seine Kunden sich über Wochen  nackt und ohne zu sprechen bewegen dürfen, während Jasper sie beobachtet und Notizen macht. Eines Tages taucht eine junge Klientin bei ihm auf, die sich seinen Regeln verweigert. Von heute auf morgen verschwindet Mr. Gwyn spurlos, bis seine Assistentin entscheidende Hinweise erhält…

Dieses Buch hat mich so für sich eingenommen, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte. Denn es entfaltet ein magisches Eigenleben! Bariccos Roman, der gerade im Taschenbuch erschienen ist, hat mir großes Lesevergnügen bereitet.

Für Leser, die Geschichten lieben und offen für Neues und Abseitiges sind

Alessandro Baricco: Mr. Gwyn. Roman. Übersetzt von Annette Kopetzki. Atlantik Verlag. 320 Seiten. 12 Euro.