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Glückssucher

Gepostet von: am 6 März 2015 | Keine Kommentare

Nach seinem preisgekröntem Debüt „Die Besteigung der Eiger Nordwand unter einer Treppe“ (Tipp!) erzählt Max Scharnigg (Autor u.a. für die SZ, AD, jetzt.de) über den skurrilen Alltag des Jasper Honigbrod. Der Sechsjährige lebt mit seinem Vater und Großvater in der Einöde Pildau, einem Einsiedlerhof ohne befestigte Straße. Die gemeinsame Sorge gilt der „Hofstange“ die, der Tradition nach, jedes Jahr höher in den Himmel wachsen muss. Glück oder Unglück? Der Junge entscheidet sich dafür, glücklich zu werden. Als nach einem Unfall das Waisenkind Lada in Pildau landet, bekommt Jaspers Leben plötzlich einen neuen Mittelpunkt. Scharniggs Buch ist ein „magischer“ Entwicklungsroman – virtuos erzählt und ein großes Lesevergnügen!

Max Scharnigg: Vorläufige Chronik des Himmels über Pildau. Roman. Heyne 2015, 304 Seiten, 9,99 Euro

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Ungeheuer in der Uckermark

Gepostet von: am 14 März 2014 | Keine Kommentare

Preis der Leipziger Buchmesse 2014

Es ist die Nacht vor dem Fest im uckermärkischen Fürstenfelde. Das Dorf schläft. Bis auf den Fährmann – der ist tot. Und Frau Kranz, die nachtblinde Malerin, die ihr Dorf zum ersten Mal bei Nacht festhalten will. Ein Glöckner und sein Lehrling wollen die Glocken läuten, das Problem ist bloß: die Glocken sind weg. Eine Füchsin sucht nach Eiern für ihre Jungen, und Herr Schramm, ein ehemaliger Oberst der NVA, kann sich nicht entscheiden, ob er Zigaretten holen soll oder sich in den Kopf schießen. Alle haben sie eine Mission. Alle wollen sie etwas zu Ende bringen, bevor die Nacht vorüber ist.

Keiner von ihnen will den Einbruch ins Haus der Heimat beobachtet haben. Das Dorfarchiv steht aber offen. Doch nicht das, was gestohlen wurde, sondern das, was entkommen ist, quält die Schlaflosen. Die Nacht gebiert Ungeheuer: Alte Geschichten und Erinnerungen, Mythen und Märchen, sind ausgebrochen und ziehen mit den Menschen um die Häuser. Sie fügen sich zum Roman einer langen Nacht, zu einem Mosaik des Dorflebens, in dem Alteingesessene und Zugezogene, Verstorbene und Lebende, Handwerker, Rentner und arbeitslose Halbgötter in Fußballtrikots aufeinander treffen. Und in dem es Herrn Schramm einfach nicht gelingen will, an Zigaretten zu kommen. Wie wird es aussehen das Dorf, wenn das Fest beginnt? (Text: Luchterhand Verlag)

Saša Stanišić wurde 1978 in Visegrad in Bosnien-Herzegowina geboren und lebt seit 1992 in Deutschland. Sein Romandebüt „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ begeisterte Leser und Kritik gleichermaßen, es gelangte 2006 auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises und wurde bisher in 30 Sprachen übersetzt. Stanišić erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Adelbert-von-Chamisso-Preis und zuletzt den Preis der Leipziger Buchmesse 2014. (Text: Luchterhand Verlag)

Saša Stanišić: Vor dem Fest. Roman. 320 Seiten. Luchterhand Verlag 2014. 19,99 Euro 

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Lesen Sie unbedingt auch das erste Buch von Saša Stanišić: Wie der Soldat das Grammofon repariert. btb TB 2008. 313 Seiten. 9,99 Euro

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